Samstag, 24 Januar 2009 02:00

Rasierklingen in Wurst versteckt. Empfehlung

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Rasierklingen in Wurst versteckt.

Hund Benny findet Köder im Garten – Operation gut überstanden.

Es sind vermutlich Klingen aus Einwegrasierern“

Die Besitzer glauben, dass es ein gezielter Anschlag auf ihren Hund war. Sie schalteten die Polizei ein.                               

Von Susanne Gloger

Osternburg/Hundsmühlen, Die Stolpes sind geschockt: Ihr kleiner Hund Benny hatte am Freitagmorgen Wurstköder gefressen, die mit kleinen Rasierklingen gespickt waren. „Das war ein ganz gezielter Anschlag“, ist Claus Stolpe überzeugt, „denn die Wurststücke hat jemand in unseren Garten geworfen.“ In einer zweistündigen Operation entfernte der Oldenburger Tierarzt Dr. Andreas Biermann die Fremdkörper aus dem Magen des Rüden.

                     

Benny

Bild: Dr.Biermann

Langsames Erwachen aus der Narkose:

Zwei Stunden dauerte die Operation am kleinen Benny. 

 

Am frühen Morgen war die Welt in Hundsmühlen noch in Ordnung: Als Therese und Claus Stolpe am Frühstückstisch saßen, erkundete Benny – wie üblich – draußen sein Revier. „Meiner Frau fiel auf einmal auf, dass er an einer Stelle über einen langen Zeitraum besonders intensiv schnüffelte“, berichtet der 63-Jährige. Zum Glück beunruhigte die 58-Jährige das merkwürdige Verhalten des neunjährigen Jack-Russel-Yorkshire-Mischlings. Sie und ihr Mann rannten in den Garten und fanden nicht nur Benny schmatzend vor. Sie erblicken auch sofort Stücke von Wiener-Würstchen mit kleinen Metallteilchen. „Es sind vermutlich Klingen aus Einwegrasierern“, sagt Claus Stolpe.


In Windeseile fuhren er und seine Frau mit Benny zur Praxis von Andreas Biermann in Osternburg. „Die Röntgenaufnahme ergab, dass das Tier vier Klingen im Magen hatte“, so der Veterinär. Er habe zunächst versucht, sie mit einem Endoskop zu entfernen. „Bei einer Klinge ist mir das auch gelungen. Doch dann gab es Blutungen.“ Der Tierarzt entschloss sich zum Bauchschnitt und holte so die drei restlichen Klingen aus dem Körper. „Die Prognose für Benny ist günstig“, sagt Biermann. Das hätte ganz anders ausgesehen, wenn die Klingen bereits im Darm gewesen wären.


Seit sechs Jahren lebt der Hund bei den Stolpes. „Wir haben ihn über eine NWZ-Anzeige bekommen, als er drei Jahre alt war“, erzählt Claus Stolpe. Die Kinder seien längst aus dem Haus, und nun stehe Benny im Mittelpunkt.


„Wir können einfach nicht verstehen, wer ihm das antun wollte“, so der 63-Jährige. Er hat Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Hinweise werden unter Tel. 0 44 07/92 30 entgegen genommen. Auch wenn Benny alles gut übersteht, die Angst bleibt. Stolpe: „Wir müssen jetzt wohl erst einmal alles absuchen, bevor wir den Hund in den Garten lassen.“


„Wir können nicht verstehen, wer ihm das antun wollte“

 

Quelle: http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_oldenburg_artikel.php?id=1907165&

 

Gelesen 22004 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 24 Januar 2013 12:35

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